Gedankensplitter

Inhalt:

10: Prioritäten ???. (Hoebusch 12,02.12)

9: Was wird sein ... (Hoebusch 26,09.08)

8: Warum ich heute barfuß durch den Wald ging (Watz68 22.05.08)

7: Das arg strapazierte Thema: Blauer Dunst und die Folgen ... (Hoebusch 16.03.08)

6: Valentinstag oder was??? (Danke Rita)

5. Die Woche fängt ja gut an ... (Hoebusch 22.10.07)

4. Ich hab Angst (von Nelly 06.05.07)

3. ERROR...! (von Nelly 21.11.06)

2. Nu ma Klartext... (von Nelly)

1. Satire, die das Leben schreibt... (Hoebusch 07.08.06)

Strich Satire a la Hoebusch
item14a

 

In Gedenhen an meinen lieben Bruder, der uns hier mit seinen speziellen Gästebucheinträgen immer wieder erheitert hat.

Wolfgang, wir vermissen Dich!

....

 

Prioritäten ???

Ich mag keine Oberlehrer, die einem sagen, wie man zu leben hat, 
aber dennoch: Heute muss ich etwas loswerden ... 

Gestern haben wir meinen Bruder zu Grabe getragen - 
viel zu früh und kaum zu begreifen …

Höchste Zeit, sich ins Bewusstsein zu rufen, dass das Leben nicht unendlich währt-
dass es morgen schon vorbei sein kann …

Höchste Zeit, die eigenen Prioritäten zu überdenken und dieses künftig öfter zu tun …

Das Leben findet hier und jetzt statt …

Es ist zu kurz, um es mit dem Warten auf bessere Zeiten zu vergeuden-
zu kurz für Überheblichkeit, Missgunst, Hass und Neid -
aber lang genug, um einander zu akzeptieren mit allen Fehlern,
die wir nun einmal alle haben -
lang genug, um zu verzeihen …

Es ist lang genug für gegenseitigen Respekt- 
für den Versuch, den Nächsten zu verstehen-
die Dinge auch aus seinem Blickwinkel zu sehen…

Erwartet nicht unbedingt von eurem Nächsten,
was ihr von euch selbst erwarten könnt,
denn ein jeder hat andere Voraussetzungen ...

Lacht, weint, streitet miteinander …
Aber streitet mit Worten - nicht mit "schlagenden Argumenten" ...
Streitet, aber geht nicht im Streit auseinander …

Das Leben ist zu kurz für langen Groll ...

....

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item14

Was wird sein ...

Was wird sein, wenn die erste Verliebtheit, der Reiz des Neuen verflogen ist; wenn die Lebensgeschichten und Ansichten ausgetauscht und die Idealisierung des Gegenübers langsam der Realität weicht?

Wird unsere Verliebtheit etwas Größerem weichen, einem Zusammengehörigkeitsgefühl, einem in die gleiche Richtung sehen und gehen? Wird sie der Akzeptanz für einander weichen und der Erkenntnis, dass niemand - aber auch wirklich niemand perfekt ist? (Wäre wohl auf Dauer auch ganz schön langweilig ;-))
Oder bleiben wir zusammen - uns erstarrt unter Anderem durch die Angst vorm Alleinsein auf so manchen faulen Kompromiss einlassend? (Vergiss es - da bin ich die falsche Adresse ...)

Werden wir dem gerecht werden können, dass bei allem "Wir" immer ein "Du" und ein "Ich" bleiben werden?
Oder werden Einengung bis hin zu kranken Besitzansprüchen jedes positive Gefühl vertreiben ...

Werden wir in bereit sein, das "Du" immer wieder neu zu entdecken?
Oder werden wir uns auf unsere fertige Meinung ausruhen, ungeachtet der Tatsache, dass sich sowohl das "Du als auch das "Ich" stets verändern und entwickeln ...

Werden wir das Kunststück vollbringen, einander nahe zu sein, ohne die Luft zum Atmen zu nehmen; Gespür für einander entwickeln können, was an Nähe gerade angebracht ist und was nicht?

Das ganze Leben besteht unter anderem aus Kompromissen;-) In wieweit werden wir aber in der Lage sein, unsere Wünsche und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, ohne dass es für die Eine oder den Anderen in einen faulen Kompromiss ausartet?

Werden wir einander respektieren, wie wir sind - mit allen schrägen und unausgegorenen Ideen und Gedanken - und mögen sie für den anderen noch so wenig nachvollziehbar sein? Werden wir gerade diese Gedanken sehen als das was sie sein können - nämlich Quell der Auseinandersetzung und Lebendigkeit?
Oder werden wir einander oft nicht ernst nehmen, gar die Ohren vollnörgeln oder gar manipulative Umerziehungsversuche starten ...

Werden wir ehrlich miteinander sein können, so hart die Wahrheit auch manchmal sein kann?
Oder werden sich Lügen, Selbstdarstellungs- und sonstige Rollenspiele einschleichen ...

Werden wir uneingeschränkt zu uns selbst und zu einander stehen können; auch in der Öffentlichkeit rumalbern, knutschen, lachen können?
Oder wird der kleingeistige Satz "Was sollen die Leute denken ..." für uns eine Bedeutung erlangen ...

Werden wir in der Lage sein, uns gegenseitig eines auf den Deckel zu geben, falls der Eine oder die Andere sich einmal gedankenlos, engstirnig, ungerecht, überheblich zeigt?
Oder werden wir schweigen, schlucken - um des lieben Frieden Willens ...

Wenn die eine oder der andere wieder einmal meint, in grenzenloser Selbstüberschätzung die Last der ganzen Welt auf seine Schultern laden zu müssen, gelingt es, einander zu entlasten - oder gar zurück auf den Boden helfen?

Werden wir lernen, mit unseren Stimmungsschwankungen, Ängsten, lateralen Extrem-Gedankensprüngen, zeitweiliger Scheinabwesenheit und sonstigen Kratzern und Macken klar zu kommen, ja sie sogar lieb zu gewinnen - nichts persönlich zu nehmen, was nicht persönlich gemeint ist?
Oder werden wir uns damit aneinander aufreiben - ohne jede Erkenntnis, was wirklich dahinter steckt ...

Werden wir in der Lage sein, Fehler zeitig einzugestehen?
Oder werden wir rechthaberisch, stur und wider besseren Wissens an Irrtümern festhalten ...

Werden wir - auch im heftigsten Streit - den Respekt vor einander wahren können?
Oder übel in verletzende Unsachlichkeit abgleiten ...

Werden wir unseren Respekt und unsere Zärtlichkeit für die Wesen und Dinge im Alltag bewahren können?
Oder werden wir verbittern - verzweifeln und unserem manchmal nötigen Galgenhumor, unserem Sarkasmus irgendwann mehr Glauben schenken als unserer Liebe ...

Werden wir rechtzeitig erkennen und uns gegenseitig in die Realität zurückhelfen können; uns rechtzeitig daran erinnern, was wirklich zählt
• wenn der Alltag in Gewohnheit versinkt;
• wenn die Eine oder der Andere in Arbeit versackt;
• wenn die Lebensfreude sich davonschleicht und wir aufhören miteinander zu lachen;
• wenn Gespräche zum reinen Banalitätenaustausch verkommen
• oder wenn gar das große Schweigen beginnt;
• wenn wir aufhören zu hinterfragen;
• wenn wir anfangen gleichgültig und bequem zu werden, wo kämpfen angesagt wäre;
kurz: wenn wir aufhören zu leben und anfangen uns leben zu lassen ...
??? 

Werden wir die Kunst, Allem das Beste abzugewinnen, üben und bewahren können, selbst wenn das Glück uns verlässt und Not und Krankheit die Oberhand gewinnen; werden wir auch dann noch uneingeschränkt zu einander stehen?
Oder wird sich dann unsere "Beziehung" als einzige Lüge - als schlichter Deal entpuppen ...

Viele Extreme habe ich jetzt aufgezeichnet. Aber da zum Glück niemand perfekt ist, wird die Wahrheit wohl irgendwie dazwischen liegen. Mein größter Beziehungswunsch ist einfach nur der, Fehlentwicklungen und Stillstand rechtzeitig zu erkennen ...

Doch sollten wir je so scheitern - uns meilenweit von einander entfernt wiederfinden - um dann erkennen zu müssen, dass wir längst verschiedene Wege eingeschlagen haben - wenn uns nicht genug mehr bei einander hält - werden wir verbittert sein, uns im Selbstmitleid suhlen - böse auf einander - ja auf Gott und ganze Welt sein? 
Dann haben wir wirklich im Leben versagt.
Können wir aber aus Überzeugung sagen: Danke, dass ich ein Stück weit mit diesem einzigartigen Menschen gehen durfte - leben - lieben - lachen - weinen - lernen ... Wo er auch immer ist, ein Stück von ihm wird immer in meinem Herzen bleiben - dann ist es gut wie es ist ..

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item15

Warum ich heute barfuß durch den Wald ging !

Ne also so was, gestern hat es mir schlicht die Schuhe ausgezogen.
"Die Diätenerhöhung ist schlicht nicht "vermittelbar"", höre ich in den Nachrichten, von den Sprechern von SPD und CDU.

Waaaas frage ich mich, nicht "vermittelbar" ?

Es gibt ja Arbeitslose, die sind nicht vermittelbar. Vielleicht sollte Wähler sich daran erinnern bei der nächsten Wahl und unsere Regierenden als "nicht vermittelbar" abwählen. Dies geschieht übrigens weder durch daheim bleiben, noch durch ungültige Wahlzettel. Denn ob die Regierenden 30 % von 45 % der Wahlberechtigten bekommen, oder 30 % von 67 % der Wahlberechtigten, das ist diesen Damen und Herren doch längst egal.

"Die Diätenerhöhung ist schlicht nicht "vermittelbar", die Forderung, nach Angleichung der Diäten an die Gehälter der Bundesrichter ist demnach "vermittelbar". Mein Gott, wie blöd macht uns das Fernsehen, dass dies so ist?
Ein Bundesrichter darf doch nicht gleichzeitig in einem Aufsichtsrat einer Firma sitzen! Haben die Abgeordneten denn im Gegenzug versprochen, diese Aufsichtsratsposten aufzugeben? Sozusagen; wenn wir diese schon mit unseren Steuern so großzügig besolden sollen, dass sie dann auch uns, dem gemeinen Wähler dienen, und nicht mehr einzig dem Kapital als dessen Knecht ?

"Die Diätenerhöhung ist schlicht nicht "vermittelbar"", welch feine Wortwahl, die so wenig von Einsicht zeugt. Da hat Herr Schäuble bei der Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes, für dessen Gehaltsforderungen doch ganz andere Worte gefunden: "Unverhältnismäßig" waren diese seiner Meinung nach. "Unverhältnismäßig" ! Aber "Die Diätenerhöhung ist einfach und schlicht "nur" nicht "vermittelbar"".

Und zu allem Überfluss ruft dann noch meine Mutter an, und meint, sie findet es toll, dass der Bundespräsident so klare Worte zu den Bänkern gefunden hat. ......
Aber über die Diätenerhöhung hat er nichts gesagt. Warum eigentlich nicht?

So bin ich heute halt Barfuß zum Arbeiten gegangen, ich arbeite im Wald.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item11a1a

Das arg strapazierte Thema: Blauer Dunst und die Folgen ...

Zitat Wikipedia:

“Durch die Verringerung der Lebenserwartung hat das Rauchen einen deutlich entlastenden Effekt auf das Rentensystem. Weiterhin sinkt aufgrund der geringeren Lebenserwartung von Rauchern der Kostenaufwand, den diese voraussichtlich für das Gesundheitswesen durch teure Behandlung von altersbedingten Erkrankungen und vor allem für die Pflegeversicherung im Alter durch zunehmend dementen Zustand verursachen. Die Studie „The Health Care Costs of Smoking“ sagt dazu: „Falls alle Raucher aufhören würden zu rauchen, würden die Gesundheitskosten zuerst niedriger sein, aber nach 15 Jahren würden sie höher sein als in der Gegenwart.“ Andere Studien kommen jedoch zu dem gegenteiligen Ergebnis.“

Nein, ich kann und will mich nicht auf die kontroverse Kosten-Diskussion einlassen. Zu widersprüchlich sind die veröffentlichten Zahlen. Sie reichen von sattem Gewinn durch die Tabaksteuer (bei 77%) bis zu 100 Milliarden volkswirtschaftlichem Schaden. (die Zahl stammt - wie sollte es anders sein - natürlich von unseren “Volksvertretern“.) (Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast :-)) Die Zahl der Unbekannten dürfte auch hier so groß sein, dass auch die “neutralste“ (... gibt es so etwas ;-) Statistik der Kaffeesatz-Leserei gleichkommt. Ich denke, das auch hier nur die Chaos-Theorie die einzig richtige ist ;-)

Wichtiger ist mir anderes:

Meiner flapsig-satirischen Betrachtung zum Trotze bedeutet jeder einzelne Krebsfall unendliches, umvorstellbares Leid, und man sollte jede Möglichkeit nutzen, diese Geisel zu besiegen. (z. B. auch die Liechtensteiner Kohle in die Krebsforschung stecken ;-)

Andererseits wird hier wieder mal überwiegend an den Symptomen herumgepfuscht, statt mal die Ursachen mehr in Augenschein zu nehmen. Wieso trifft es den einen Gelegenheitsraucher, während der Kettenraucher nebenan 105 Jahre alt wird? So lange man mir nicht das Gegenteil beweist, glaube ich, dass die meisten Erkrankungen seelische Ursachen haben. Und die Seele sucht sich den angreifbarsten Punkt - beim Raucher halt vor allem Lunge und Rachenraum. (Zitat, welches ich nicht nachprüfen kann: “Lungenkrebs unter Rauchern war übrigens 1930 noch eine Seltenheit (4/100.000), obwohl 20% mehr geraucht wurde. Vergleich 1980: 72/100.000 Todesfällen.“) Rauchen ist eine Sucht - und Sucht ist Kompensation. Könnten die Krebsursachen nicht viel mehr mit der von mir angesprochenen “Wertverschiebung“ zu tun haben; mit der dramatischen Wende weg von Familienzusammenhalt und Nächstenliebe - hin zu blindem und großteils überflüssigen Konsum und der daraus resultierenden seelischen Armut und Vereinsamung?

Ich lasse das jetzt mal so im Raum stehen - ohne Berücksichtigung weiterer Fakten wie höherer Lebenserwartung etc.. Habe ja sowieso kein Patentrezept zur spontanen positiven Veränderung unserer Gesellschaft :-(

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item11a1

Valentinstag oder was???

am 14. Februar ist es wieder so weit: Die Damenwelt nimmt - selbstsicher, verschämt, überrascht, trotzig oder verlegen - die Liebesgaben des Tages entgegen: die schon lange geradezu penetrant beworbenen schnapsigen Süßigkeiten der Marke "Mein Liebling” oder ein schokoladiges Produkt mit dem unüberlesbar aufdringlichen Namen "Dankeschön” oder ein mehr oder minder kunstvolles Gebinde von an diesem Tag völlig überteuerten roten Rosen. Begleitet werden die Morgengaben mit vielfach gestelzt kitschigsten Gedichten, die von einer willfährigen Industrie vorgestanzt angeboten werden. Gelegentlich beschenken auch die Damen ihren Herrn, der seine Überraschung manchmal hinter Bärbeißigkeit und verhaltenem Brummen so vorsichtig versteckt, dass seine Hoffnung, dies möge ihm auch nächstes Jahr noch einmal gnädiglich zustoßen, nicht zerbricht. Die minnigliche Liebe wird an diesem Tag derart beschworen, dass sie inflationär zu verdampfen droht.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item11a
Herbstanimation

Die Woche fängt ja gut an ...

Ohnehin spät aufgestanden muss ich beim ersten wankenden Schritt vor die Tür feststellen, dass es schweinekalt ist. Irgend so ein Hirni hat dann meine Autoscheiben auch noch mit einer harten, weißen Schicht verunstaltet, so das meine Begeisterung ins schier Unermessliche wuchs. Ich kratze das Zeug also runter, fahre fürchterlich fröstelnd zum Bahnhof und friere mich dann in Richtung Fahrkartenautomat. (Hätte wohl doch noch etwas Wärmeres anziehen sollen - vielleicht das Reumaleibchen von Oma?)

Im reichlich vollen Zug nach Hamburg angekommen muss ich feststellen, dass wohl nicht nur der voll war: Es roch gewaltig nach galoppierender Diarrhö - was sage ich - es stank bestialisch! War wohl wieder so ein asozialer Hartzvierer unterwegs - arbeitsscheues Gesindel ... Manno - diese Sprüche am frühen Morgen - kann gar nicht so viel futtern, wie ich reihern möchte!
Hat doch auch was Gutes. So vergaß ich ganz schnell meinen inzwischen aufkeimenden Hunger wieder. Aber ich wurde ja dann doch durch das “Gespräch“ der zwei wandelnden Tuschkästen neben mir entschädigt. Jetzt weiß ich endlich, was ich schon immer wissen wollte: Die Schirmer, diese widerliche Dreckschlampe pimpert nämlich mit dem Prokuristen und dem Personalchef gleichzeitig. Die will sich nach oben blasen - und wie die schon immer rumläuft, die alte Trockenpflaume - einfach zum kotzen ... Mhhhhh ... Könnte es vielleich sein, dass zuviel papageimäßig getünchter Gips im Gesicht den Bregen austrocknet - von wegen Sauerstoffmangelversorgung - oder so? Oder heißt das Zeug, welches den bedauerlichen Quasi-Hirntod der beiden verursacht hat, doch Botox.

Dann - endlich glücklich in Hamburg. Der Verkehrslärm klang nach überstandenem Zickentratschterror wie Musik in meinen Ohren. Ich genoss ihn förmlich und steckte mir erst mal ´ne Fluppe an. Schließlich sagte meine Mutter mir ja stets und mit wachsender Begeisterung: „Junge, du brauchst täglich etwas Warmes!“

Ach was soll´s, die Woche kann eigentlich nur noch besser werden. Immerhin hat mich niemand berotzt oder beröchelt, und auch der vorsintflutliche Fahrkartenautomat bespuckte mich diesesmal nicht mit meinen eigenen Geldscheinen ...
Think pink!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item11
Nelly03

Ich hab Angst ...

von Nelly (15)

...es ist anscheinend alles zu spät...und nicht mehr zu ändern. Das Wetter zeigt im Moment am deutlichsten, dass die Menschen, ihr Bestehen und ihr Verhalten eine Faszination für sich bleiben. Nun denn, mal schauen, was noch so passiert. Allein meine Schuld isses net. Und auch generell nicht die Schuld von den jetzigen Kindern und Jugendlichen. Es sind die Erwachsenen, die ihnen falsches vorlebten und es immer wieder tun...ein Teufelskreis. Verdammte Konsumgesellschaft, aus der man als Kind nicht herauskommt, weil man hineingeboren wird und grundsätzlich muss man ein Teil von ihr sein, wenn man ohne andere Hilfe überleben will. Außerdem ist die Faulheit und Bequemlichkeit ein weiterer Grund dafür, dass das Schlechte weiterhin existiert.
Super Schicksal!

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item3
Nelly4

ERROR...!

von Nelly (15)

Am 20.11.06 geschah ein erneuter Amoklauf.

Ich bin (noch) keine Psychologin oder ähnliches aber trotzdem nehme ich hier mein Recht auf freie Meinungsäußerung wahr, um ein eigenes Statement abzugeben und gleichzeitig Kritik an einigen Punkten der aus dieser Tat resultierenden Handlungen und Äußerungen zu üben.

Dass diese Tat auf das schärfste verurteilt wird ist eine logische Konsequenz, denn grundsätzlich sind Verletzungen von anderen (meist unschuldigen) Personen durch jemanden, der nach Hilfe schreit, nicht zu akzeptieren. Natürlich finden folglich das übliche Gespräch und eine erneute Diskussion statt, darüber ob man diese Tat hätte verhindern können, über die Gründe des Täters, über die Vorgehensweise anderer Beteiligten, ob neue Gesetze erlassen werden, ob endlich mal gehandelt wird...

Ich vermag kaum in der Lage zu sein, die genauen Gedanken eines solchen Menschen zu wissen, jedoch kann ich versuchen mich, gestützt auf die Aussagen der Presse, in diesen hineinzuversetzen. Ich beziehe folgende Punkte nicht auf diesen spezifischen Fall sondern führe allgemein auf.

Bei allem schlechten was über diese Menschen geredet wird muss man allerdings auch ihre Lage betrachten, wenn man fair sein will. Die Ansicht: "Solche Leute verdienen keine Beachtung und schon garnicht Mitleid!" mag ja zutreffen und sehr einfach gesagt sein, jedoch ist dies genau der Fehler und der Grund für solche Taten. Wenn jemand "in" der Gesellschaft nicht beachtet oder gesehen wird, mit all seinen Problemen, dann zieht dieser seine Schlüsse für sich: irgentwie die ganze angesammelte Last ablegen. Auf "Wie?" wurde in diesem Fall mit "Amoklauf!" geantwortet. Und solange die Leute nicht näher auf "Andere" bzw. Aussenseiter eingehen wird sich so etwas wiederholen. Das ist ein Hilfeschrei, der auch anders hätte aussehen/enden können. Die meisten schaffen es irgentwie ihre Probleme und ihren Frust nicht in solch fataler Form an anderen auszulassen, die Gesellschaft nicht in großem Stil zu belasten oder anzugreifen. Doch wiederum gibt es auch Personen, die dies nicht mehr können, weder Kraft noch Willen besitzen sich den Regeln und Gesetzen zu fügen. Im Grunde ist jeder eine tickende Zeitbombe, die durch eine bestimmte Kombination hochgehen kann, es jedoch meist (zum Glück) nicht tut, da jeder noch so etwas wie Moral, Werte und ein Gewissen besitzt, die dieses verhindern.

Zu allem sei eines gesagt: An einem Kriegssausbruch sind weder das Staatsoberhaupt,welches diesen anzettelt, noch die Soldaten, welche sich dazu erklären in den Krieg zu ziehen, noch das untätige Volk, welches sich nicht mit (notfalls) allen Mitteln wehrt, allein daran schuld. Es sind ALLE zusammen.

Zu der Diskussion über ein mögliches Verbot der "Killerspiele" kann ich nur beitragen, dass die Vorurteile, welche anscheinend für alle Spieler von CSS und ähnlichen Games gelten, laut denen die Zocker von der Realität ferne, aggressive und mordlustige Freaks sind, die keinen Unterschied zwischen Game und "Real Life" machen können. STOP leude...gaaanz kurzer Einwand! und zwar: sämtliche Zocker, die ich in der Zeit seit meiner Entscheidung zu zocken getroffen habe, sind meist nett, hilfsbereit und vor allem in der Lage das Game vom Leben zu unterscheiden. Es gibt wenige Ausnahmen auf welche dieses nicht zutrifft, aber von solchen kann man sich auch fernhalten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie oberflächlich und leicht dümmlich die Politiker und einige Erwachsene/Eltern an diese Sache gehen. Dieses Game dient uns zur Unterhaltung, Kommunikation (ja man glaubt es kaum...) und zum Zeitvertreib. Nicht aber zum Nachstellen von realen Szenarios um damit Fantasien zu unterstützen oder auszuleben. Ein Verbot von solchen Spielen wäre absolut nicht gerechtfertigt, da man durch dieses Spiel NICHT Suizid- bzw. Amoklaufgefährdet wird. Lediglich die Personen, die in ihrer eigenen Welt leben und in dieser Rachepläne u.Ä. schmieden, haben den "Sinn" des Spiels und wahrscheinlich auch des ganzen Lebens net verstanden und sind meist (ob mit oder ohne Spiel) leider nicht mehr zu retten.

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item7
Nelly01

Nu ma Klartext:

von Nelly (15)

...btw...ma um wat los zuwerden: Ich finde wir Deutschen könn uns im größten Teil voll freun und so...wir ham hier keinen Krieg...weitgehend keine Folter... wir hungern net...genug zum saufn is auch da...meist auch Arbeit (haha :-P...kleener scherz am Rande...^^) und im allgemeinen scheinen alle noch so viel Geld zu haben um am Samstag die ganze Innenstadt zu blockieren und die Geschäfte halb leer zu kaufn (jaah...wers glaubt odda net...ich hab das letzte Paar von so richtig koolen Schuhen bekomm...:-P Pech gehabt ihr anderen sexy Fraun da draussen^^...ihr holt euch einfach n anderes,ne?!;-))...und auch wenn wa bald 19% Mehrwertsteuer zahln dürfn, dann werden die Massen trotzdem inne Stadt stürmen und shoppn!! nich dem Geld hinterher weinen...und net alles auf einma wegschmeissen...immer so die Mitte...und dann is alles kool...weil man dann gut aussieht und trotzdem net pleite is *hehe* einfach mal lächeln...net vergessn wat man im Vergleich zu all den Armen hat und sich darüber freun...andere net vergessen, ihnen ein Lächeln schenken was von Herzen kommt und so die Liebe verstreun die man in sich trägt...einfach nich mehr nörgeln...des is langsam echt mal n bissn zu viel bei uns...und...ums net zu vergessen...net die Menschen in eine Schublade packn...und schon garnet alles verallgemeinern ...weil...des is ja ziemlich viel zu einfach ...nur...so mäßig ne? des wars erstma von mir...weideres folgt...imma läschln...und net alles so ernst nehm (vor allem mich net immer, haha:-P)

Zurück zum Inhaltsverzeichnis

Strich Satire a la Hoebusch
item8

Montag, 07.08.06

Satire, die das Leben schreibt...:

Heute morgen, ab 10 Uhr, war diese Seite nicht mehr erreichbar.

Gegen 11:20 beschließe ich, meinen Provider anzurufen und nachzufragen. Wurde dann erst einmal mit ´nem Automaten verbunden, der nicht einmal das Wort “ja“ versteht - weder freundlich noch unfreundlich - weder leise noch gepöbelt. (“Ent-schul-di-gung ich ha-be sie nicht rich-tig ver-stan-den, bit-te wie-der-hol...“) Erst, als ich beim dritten Anruf die Automatentante unterbrach und ziemlich entnervt sinnlos vor mich hin meckerte, kam dann: “Ent-schul-di-gung, die von Ih-nen ge-nann-te Kun-den-num-mer ist lei-der falsch, bit-te wie-der-ho-len Sie...“ (den vollständigen, anscheinend für besonders schlichte Gemüter betont langsam gesprochenen Text erspare ich mir jetzt.) Habe die Kundennummer dann langsam und deutlich aufgesagt, und es kam: “Ent-schul-di-gung, die von Ih-nen ge-nann-te Kun-den-num-mer ist lei-der falsch, bit-te wie-der-ho-len ...bla-blaaaa, blub-blab-bla-bli-bla“ Es gab jedoch noch die Alternative, diese Nummer über die Telefon-Tastatur einzugeben. Das hatte selbst ich nach dem doppelten Gähn-Vortrag dieser virtuellen Schlaftablette begriffen.

Doch jetzt das Erstaunliche: Es funktionierte! Ich wurde bereits nach 2 Minuten Warteschleife, verunstaltet durch nervtötende Dudelmusik in telefonüblicher MP-0,3-Qualität, weiterverbunden! An einen lebendigen Menschen!! so richtig aus Fleisch und Blut!!! (mmmmh ...glaube ich zumindest...) Der verstand nicht nur meine Kundennummer, sondern sogar mein Anliegen!

Ich konnte es kaum fassen. Aber dieser lebendige, und auch wirklich sehr freundliche, anscheinend junge Mann gab mir dann erst einmal Gelegenheit, mich von meiner Fassungslosigkeit zu erholen, indem er mich noch einmal auf diese unglaublich erquickliche Warteschleife legte, um den Sachverhalt zu klären. Ich bin von Haus aus sehr geduldig und ließ auch dieses über mich ergehen - glücklich darüber, dass es mir gelang, bis in die tiefsten Abgründe des Supports herabzusteigen; jene Abgründe, in denen noch menschliches Leben zu pulsieren schien.

Nach 5 min - es war inzwischen 11:40 - erlöste mich der junge Mann und erklärte mir, dass am entsprechen Server gerade Wartungsarbeiten durchgeführt werden und meine Domains in spätestens einer halben Stunde wieder erreichbar sind. Hach- was war ich dankbar...

12:25 : Meine Domains sind wieder erreichbar.

An meinen Provider:

Liebe Leute. Ihr habt - wie ich auch in der Vergangenheit schon erleben durfte - in Eurem Support überaus kompetente und freundliche Menschen (!!!) sitzen, die nicht für Eure vorquere Personalpolitik verantwortlich sind. Mein Vorschlag: Tretet Eure narkolepsie-kranke Silizium-Dröhntusse in die nächste Sondermülltonne und schafft wieder ein paar Arbeitsplätze in der Telefonzentrale - so für richtige Menschen - solche aus Fleisch und Blut - möglichst von der Sorte, die sich noch nicht vollends den Restbregen durch schwachmatische Talkshows, Soaps und Blödzeitung abgetötet hat - so zum Antworten und Weitervermitteln. Das wäre doch mal etwas! Oder wollt Ihr, dass Euch die Kunden reihenweise am Hörer wegknacken? Wollt Ihr wirklich, das die durchpennen, nicht zur Arbeit erscheinen und dann gekündigt werden?? Wollt Ihr, dass die dann von der Arbeitslosigkeit zur WeiblosigkeIt - von der Weiblosigkeit zur Wohnungslosigkeit - von der Wohnungslosigkeit zur Leberzirrhose - von der Leberzirrhose zu Tode kommen???? Könnt Ihr denn 1 und 1 gar nicht zusammenzählen???? Die können doch dann gar nicht mehr zahlen!!!! Wollt Ihr das alles wirklich verantworten? Wenn nicht, dann Schluss mit Eurer strunzdoofen virtuellen Anästhesistin und her mit richtigen Menschen. Es gibt doch genug arbeitslose Akademiker, die sich um solche Jobs prügeln würden. Finanziert das Ganze doch, indem Ihr auf 1-2 jener vollmundig-dümmlichen Fernseh-Werbespots verzichtet, die - nicht nur wegen ihrer Häufigkeit - ohnehin inzwischen auf penetrante Weise nerven. Dann wäret Ihr nämlich fast perfekt, und es wäre allen gedient.

Würde ich nicht noch den kostenlosen Installationssupport genießen, hätte mich diese Geschichte locker 10-15 Euro gekostet. Keine Gute Werbung für Euch. Im Gegenzug erwartet Ihr aber dann, das wir Euch weiterempfehlen und gegen Provision Verträge verkaufen. Also ehrlich: Ich habe kein gesteigertes Interesse daran, mir ausgerechnet auf diese profan-fantasielose Weise Feinde zu schaffen.

Und jetzt geht die Geschichte auch noch weiter:

Nach dem Totalausfall von heute morgen, schlagen alle Versuche fehl, die Seite zu aktualisieren. (FTP-Fehlermeldung: 550 Read-only file system)

Soll ich mir jetzt etwa noch so eine Kontaktaufnahme antun??? Hallo???? Jemand zu Hause? Bin ich Masochist - oder wie oder was....

16:10 : Ich informiere meinen Provider per Mail.

16:30 : Jetzt habe ich auch keinen Lesezugriff mehr. Auch meine Domains sind wieder unerreichbar. Ob die das wohl hinkriegen??? Die Spannung steigt.

16:58 : Kann den Server wieder via FTP erreichen - allerdings nur lesen...

17:02 : Die Domains sind wieder erreichbar.

17:12 : Es funktionieren weder FTP-Zugang noch Domains.

21:50 : Der Provider antwortet - sich freundlich entschuldigend - schriftlich auf meine Mail und bittet um noch etwas Geduld.

22:08 : Hurra! Die Webseite funktioniert wieder. (Mal sehen, wie lange...) Updaten kann ich sie immer noch nicht.

22:56 : Zu früh gefreut- sie funktioniert auf Raten. - Aber bezahlen soll ich sie im Stück 1 Jahr im Voraus.

Dienstag, 08.08.2006 9:00: Sie haben es geschafft!!!! Danke!!!!

22:00 Eine Mail vom Provider: “Zufrieden mit unserem Support?“

Zurück zum Inhaltsverzeichnis